Ich ersticke an euren Schatten

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Anlässlich des Puppen-Seminars (angelehnt an “Puppet-making and Story books” von Edith Kramer) das heute in meiner Atelier-Praxis stattfindet, wollte ich ein Monster erschaffen. Meine Schattenpuppe.

Als Kopf musste ein Abild von einer Zeichnung Frans Grafs herhalten (aus einem Artikel¹ in der Presse über seine Ausstellung “Siehe, was dich sieht” im 21er Haus) – was ich gerade sehr lustig finde.

Und es sagt:

Ich bin das schwarze Auge, das nicht sieht.
Ich bin die, die an euren Schatten erstickt.
Ich bin all die Schatten. 

Anregung für eine Gestaltung

Wenn du aus deinen Schatten eine Gestalt formen würdest – wie sähe sie aus? Wie sieht deine Schattenpuppe aus?
Wie immer: Denk nicht zuviel. Tun ist das klügere Denken. Manchmal. Und hier wenden wir dieses Prinzip an.
Nimm dir Schere und Papier oder Karton, Kleber, Zeitschriften, Filzstift. In meinem Fall kam noch eine Gipsbinde dazu. Finde dein Monstergesicht in einer Zeitschrift. Lass dich von ihm finden, ansprechen, rühren. Schneide es aus. Gib ihm einen Körper. Gliedmaßen. Befestige sie mit Schnur oder Musterbeutelklammern. Gib ihm, was es sonst noch braucht – an Behübschung, Verletzung, Verzierung, Durchlöcherung, Farben, Fransen, Glitter,…
Nimm es in die Hand. Wie bewegt es sich? Wie spricht es? Kann es sprechen?
Und nachdem du sie gemacht hast:
Bist du überrascht über die Gefühle, die dein Monster in dir auslöst?

¹http://diepresse.com/home/kultur/kunst/1554965/Franz-Graf_Wie-man-Wiener-Kunstler-wird

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